Rückblick und Erkenntnisse nach 2 Jahren Studium, Teil 2

02. August 2007

Erleichtert dass ich das erste Jahr erfolgreich abgeschlossen habe, bin ich relativ unbesorgt ins neue akademische Jahr gestartet.

Für unsere Universität war dies, nach der Umbenennung in Anglia Ruskin University, wieder ein sehr wichtiges Jahr. Denn alle Kursen wurden neu organisiert, aus 10 und 20 credit modules wurden 15 und 30 credit modules. Im Zuge dessen wurden auch einige Kurse in anderen integriert bzw. Gleich ganz wegrationalisiert. Die Universitätsbestimmungen wurden auch grundlegend geändert. So hat man nunmehr nur noch einmal die Chance eine Prüfung zu wiederholen und nicht wie gehabt zweimal. Die Bestimmungen zur Abgabe von Hausarbeiten wurden auch verschärft. So werden diese als nicht abgegeben gezählt sobald man diese sogar nur 1 Minute nach dem Abgabetermin abgibt. Als Student Representative wurden wir darüber bereits im vorigen Jahr informiert, unsere Bedenken gegen einige dieser Änderungen wurden allerdings nicht berücksichtigt und jetzt lag es unter anderem auch an uns, dass unsere Mitstudenten über diese bestens unterrichtet werden.

Da mir Marketing und Economics im ersten Jahr am meisten zugesagt haben, verfolgte ich wieder beide Richtungen. Tim Froggett hat dann auch Consumer Behaviour unterrichtet, sicher einer der Höhepunkte im zweiten Jahr. Wie viel Psychologie in Marketing steckt war mir zwar schon irgendwie bewusst, die Ausmaße und die spezielle Anwendung dessen war aber überaus faszinierend. Und mit Business Economics im ersten Semester und Intermediate Microeconomics wollte ich betreibswirtschaftliche Anwendungen der Mikroökonomie ergründen.

Zusätzlich bietet die Business und Law School ein Mentoring Programm im zweiten Studienjahr an, für das auch ich mich beworben habe. Leider fand sich kein Mentor der sich mit meinen Interessen in Marketing und wohltätigen Organisationen gedeckt hat. Von den anderen Studenten, die an dem Mentoring Programm teilgenommen haben, habe ich viel gutes gehört. In einem Fall hat es auch direkt in einer Festanstellung resultiert.

Obwohl ich mich für die Kombination Marketing & Microökonomie entschieden habe, interessierte mich ein Kurs aus der HRM Richtung im zweiten Semester besonders, Managing Organisational Change. Nachdem ich die ersten zwei Wochen in einigen verschiedenen Vorlesungen gesessen bin, habe ich mich gegen einen Marketingkurs und für diesen entschieden. In einem sich immer schneller ändernden Wirtschaftsumfeld fand ich dieses Thema besonders nützlich und die ersten Vorlesungen hörten sich äußerst interessant an. Auch bei dieser Entscheidung wurde ich nicht enttäuscht.

Zudem sollte das zweite Semester dazu genuzt werden sich auf seine Dissertation vorzubereiten. Das Modul Research Skills gab dafür Gelegenheit. Im Zuge von Consumer Behaviour habe ich mich bereits mit dem Consumer Decision Process angewandt aufs Internet auseinandergesetzt, jetzt wollte ich dieses auch noch mit Spenden an wohltätigt Organisationen übers Internet verknüpfen. Zusammen mit Tim Froggett haben wir das Thema auf Initial Trust weiter fokusiert.

Akademisch gesehen war mein zweites Jahr wieder ein voller Erfolg. Leider war es mir aber trotzdem nicht möglich ein Sommerpraktikum zu ergattern.

Auch als Student Representative wurde ich in diesem Jahr nur enttäuscht. So ging eine Initiative eine Student Society für alle Student Representatives gründlich daneben. Aber wurde auch deutlich, dass zumindest unsere Fakultät sich kaum um die Bedürfnisse der Studenten kümmert. Anstatt also gemeinsam für eine bessere Studentenerfahrung zu arbeiten, gab es eigentlich fast nur Missverständnisse. Vorschläge von uns wurden mit wenigen Argumenten, meist kein Geld oder keine Ressourcen zur Verfügung, abgewickelt.

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