Das Studium an der Anglia Ruskin University, Cambridge
15. August 2007Nachdem ich ja schon berichtet habe wie es mir persönlich an der Anglia Ruskin University erging, will ich hier nun die allgemeine Unterrichtsstruktur sowie einige Vor- und Nachteile darstellen. Diese sind zum Zeitpunkt meines Schreibens aktuell, können sich aber jederzeit ändern.
Das Studium ist in sogenannte Modules untergliedert. Je nach Studium hat man Pflicht- (compulsory) und Wahlmodules (designate). Diese haben entweder 30 oder 15 Credits, insgesamt hat man 120 Credits pro Jahr. Wobei es vorkommen kann, dass man in einem Semester nur 45 Credits hat und im anderen dann 75.
Ein 30 Credit Module besteht typischerweise aus 2 Wochenstunden Vorlesung und 2 Wochenstunden Seminar. Ein 15 Credit Module dementsprechend aus jeweils einer Wochenstunde Vorlesung und Seminar.
Wobei die Vorlesung meist für alle Studenten des Modules die selbe ist, die Studenten aber für die Seminare in kleinere Gruppen eingeteilt werden. Im Seminar geht es demnach auch etwas interaktiver zu. Insoweit die Studenten sich auf diese vorbereitet haben und sich dazu animieren lassen oder überhaupt dafür erscheinen, denn Anwesenheitspflicht war ab unserem zweiten Jahr nicht mehr erfordert.
Geprüft werden Modules entweder basierend auf schriftlichen Hausarbeiten und/oder durch Examen. Wobei pro 15 Credit entweder ein 3000 Wörter Assignment oder 3 Stunden Examen fällig sind. Bei einem 30 Credit Module wird deshalb oft beides angewandt. Ausnahmen gelten für Modules die per Gruppenarbeit geprüft werden.
Der Unterricht erfolgt über 12 Wochen. Hausarbeiten sind dann bereits in der 13ten Woche fällig und Prüfungen stehen meist zwei Wochen später an.
Dissertationen, also Diplomarbeiten, werden über das ganze akademische Jahr verteilt geschrieben und entsprechen insgesamt 30 Credits. In diesem Fall liegt die Wortgrenze bei 10.000 Wörter. Fällig sind diese noch während der Vorlesungen des zweiten Semesters, was das ganze etwas hektischer macht.
Positives
- Studium in Cambridge
- Dozenten sind offen und oft für einen da
- Universität bietet viel Unterstützung an, z.B. bei Sprachproblemen und Lernschwierigkeiten
- Internationale Studenten geben dem ganzen ein internationales Flair
Weniger Positives
- Wenige Unterrichtsstunden
- Studenten sind oftmals unvorbereitet auf Seminare, daher auch nur begrenzter Nutzen dieser
- Verhältnismaessig viele deutsche Studenten, vor allem von deutschen Partneruniversitäten










