Mit ‘Politik’ getaggte Artikel

180.000 ohne Studienplatz

Montag, 09. August 2010

In Großbritannien könnten 180.000 Schulabgänger in diesem Herbst ohne Studienplatz dastehen und das obwohl es durchaus freie Plätze für diese geben könnte. Das Problem ist mal wieder der Sparzwang der neuen britischen Regierung.

Universitäten werden die Anzahl der Studienplätze, die sie vergeben können, fest vorgeschrieben. Insgesamt gab es dieses Jahr 660.953 Bewerber auf nur etwa 480.000 Plätze. Vor diesem Jahr hatten Universitäten allerdings noch einen 5% Spielraum, dieser wurde nun von der neuen britischen Regierung gestrichen. Dies bedeutet, dass Universitäten für jeden Studienplatz den sie nicht oder zu viel vergeben eine Strafe von £3,700 bezahlen müssen.

Dies ist vor allem schlimm, da es in Großbritannien keine echte Alternative zum Studium gibt. Ein Ausbildungssystem wie in Deutschland befindet sich immer noch im Aufbau. Traditionell gibt es Ausbildungsplätze (Apprenticeships) vorwiegend im Handwerk, auch wenn es mittlerweile auch im Servicesektor Ausbildungsmöglichkeiten gibt.

Sparen bis zum geht nicht mehr

Sonntag, 01. August 2010

Die neue Regierung in Großbritannien macht ernst und kürzt wo es geht. Die neue Regierung in Großbritannien hatte ja kräftige Einschnitte in allen Ministerien angekündigt, bis zu 25% sollten diese in ihren Budgets einsparen, und David Cameron war schon lange ein Kritiker der vielen halbstaatlicher Organisationen. Da hätte es keinen verwundern dürfen, wenn nun einige Organisationen verschwinden, die zwar von Steuergeldern finanziert werden aber sonst autonom sind.

Die Dimensionen, die nun allerdings erreicht werden, sind erschreckend. 80 halbstaatliche Organisationen (Quangos), darunter auch das UK Film Council und die Regional Development Agencies (die regionalen Entwicklungsgesellschaften), sind bereits der Sparwut der neuen Regierung zum Opfer gefallen, und andere stehen kurz davor oder müssen mit erheblich weniger Geld auskommen. Eine vollständige Liste findet sich beim Independent. Weiterlesen »

Rente mit 65, bald Schnee von gestern

Samstag, 31. Juli 2010

Die neue britische Regierung hat Pläne vorgestellt, wonach es schon ab Oktober 2011 kein festes Rentenalter mehr geben soll. Von dann ab soll niemand mehr in die Rente gezwungen werden nur weil dieser ein bestimmtes Alter überschritten hat.

Vor allem von Aktivisten gegen Altersdiskriminierung und Wohltätigkeitsorganisationen, die sich für die Belange älterer Menschen einsetzen, haben deshalb auch diesen Schritt wohlwollend aufgenommen. Diese haben schon lange gegen ein festes Rentenalter gekämpft und begrüßen dann auch den Wegfall dieses unfairen Gesetzes. Gleichzeitig fordern sie aber ein Weiterdenken in Richtung flexiblere Rentenregelungen, ähnlich der Altersteilzeit in Deutschland.

Unternehmensgruppen auf der anderen Seite hingegen kritisieren die Ankündigung und vor allem die baldige in Krafttretung. Dies würde nicht genug Zeit geben um sich darauf vorzubereiten. Darüber hinaus würde damit aber auch ein wichtiges Mittel der Personalplanung weggenommen werden. Gleichzeitig sieht Unternehmerseite allerdings auch Probleme für die eigenen Angestellten, die bei der momentanen Planung im Ungewissen gelassen wird und auch diesen eine Planung für die Rente erschwert.

Gibt’s bald keine Radarfallen mehr in GB?

Dienstag, 27. Juli 2010
Vorderseite einer Radarfalle in Großbritannien, Blick entgegen der Fahrtrichtung

Foto Credit: MonkeyBoy69 (Flickr)

Zumindest ein Aus der stationären Radarfallen könnte es bald geben. Denn die neue Regierung Großbritanniens hat massive Einsparungen bei den Zuschüssen zu den stationären Radarfallen angekündigt. Diese werden von den Kreisen unterhalten und laut dem Independent denkt zumindest Oxfordshire über ein Ausschalten ihres Radarfallennetzwerkes nach.

Verkauft werden die Kürzungen als Anfang des Endes des “War on Motorists“, zu Deutsch Krieg gegen Autofahrer. Die Radarfallen wurden auch immer wieder kritisiert, dass sie ihrem eigentlichen Zweck, Unfälle zu reduzieren und die Verkehrssicherheit zu erhöhen, nicht gerecht werden. Gegner der Radarfallen bringen immer wieder die hohen Summen, die einzelne Radarfallen erwirtschaften als Argument, diese dienen als zusätzliche Einkommensquelle für klamme Kommunen. Sie gehen sogar so weit, dass sie behaupten Kommunen würden absichtlich ein viel zu niedriges Tempolimit auf bestimmten Strecken festlegen und dann eine Radarfalle dort aufstellen um Kasse zu machen. Weiterlesen »